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Kraftwerk Moorburg

Windkanaluntersuchungen und windtechnologisches Gutachten für den Hybridkühlturm

Das Kraftwerk Moorburg im Süden von Hamburg ist eines der modernsten und umweltfreundlichsten Steinkohlekraftwerke weltweit. Die Doppelblockanlage erzeugt eine elektrische Bruttoleistung von 2 x 827 MW sowie eine Fernwärmeleistung von 2 x 120 MW. Das fortschrittliche Kühlsystem, bestehend aus Durchlaufkühlung und Hybridkühlturm, verfügt über eine direkte Anbindung zur Südelbe.

Zur Sicherstellung der erforderlichen Kühlleistung wurde der ca. 60 m hohe Hybridkühlturm mit einem Basisdurchmesser von ca. 110 m errichtet. Als besondere Eigenschaften des Bauwerks sind die Gründung auf Bohr- bzw. Rammpfählen, das Ringfundament in Funktion einer Pfahlkopfplatte und die Kühlturmschale, die in zwei Ebenen von jeweils 36 Ventilatoröffnungen durchstossen wird, zu nennen. Ein großvolumiger Vorbau nimmt darüber hinaus die erforderliche Anlagentechnik für den Kühlprozess auf.

Die dichte Bebauung des Kraftwerkes und die räumliche Nähe des Kühlturms zu den sehr hohen Blockgebäuden erforderte eine detaillierte Untersuchung der Windlasten auf die dünne Schalenkonstruktion. Zu diesem Zweck wurden von ZPP bzw. deren Ursprungsgesellschaft im Auftrag der Vattenfall Europe Generation AG windtechnolgische Untersuchungen unter Einbeziehung eines Grenzschichtwindkanal durchgeführt, um den Einfluss sogenannter Interferenzeffekte auf die Windbeanspruchung zu untersuchen.

Vollkommen innovativ auf dem Gebiet der experimentellen Windkanaluntersuchung von Kühltürmen war hierbei die Verknüpfung von gemessenen und numerisch ermittelten Ergebnissen, wodurch die Güte der Windlasterfassung wesentlich erhöht werden konnte.

Auftraggeber
Vattenfall Europe Generation AG
Leistungszeitraum
2009 - 2010
Standort
Hamburg, Deutschland
Leistungen
  • Begutachten

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